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Ahnenforschung

Geschrieben von Thomas Reineking

Ein leider etwas vernachlässigtes Hobby. Irgendwann wird wieder die Zeit dafür da sein.

Für Fragen stehe ich natürlich zur Verfügung!

Tankstellen und andere Merkwürdigkeiten

Geschrieben von Thomas Reineking

Da geht sie nun zu Ende, die Zeit auf und mit den Tankstellen. Fast 26 Jahre habe ich geschafft, davon gut 20 Jahre mit zwei Tankstellen.

Warum ich aufhöre bzw. aufgehört habe?

Dafür gibt es mehrere Gründe.

Der Wichtigste ist, das der aktuelle Vertrag für mich keinerlei positiven Aspekte mehr bereit stellt. Vom Begriff "Selbstständigkeit" bleibt, abgesehen von der Waschanlage, nichts mehr übrig. 

Wenn ein selbstständiger Kaufmann nicht mehr entscheiden kann, welche Ware zu welchem Preis wann an welche Stelle in "seinem" Shop stehen darf, was hat das noch mit "selbstständig" zu tun?

Wenn der wirtschaftliche Erfolg (also der Gewinn) nicht mehr von eigenem Handeln sondern von Zuschüßen in enormer Höhe abhängt, was hat das noch mit "selbstständig" zu tun?

Wenn ein Unternehmen versucht, mit theoritischen Kenntnissen und schultheoritischen Ansätzen Einzelhändler zu sein, ohne jemals wirklich im Handel gestanden zu haben, wie wahrscheinlich ist dann ein Erfolg?

Wenn ein Gesetzgeber immer restriktivere Vorgaben macht, die für einen Kleinunternehmer kaum mehr zu erfüllen sind, wieviel Spass macht die Ausübung der Tätigkeit dann noch?

Wenn tagtäglich Verantwortung für das Handeln Dritter übernommen werden muss und man kaum Möglichkeiten der Disziplinierung mehr hat, welchen Sinn macht es, dann noch "Arbeitgeber" zu sein?

Es gibt so viele Aspekte, die die Aufgabe dieses Berufes (der sicher einmal "Berufung" war) erklären und rechtfertigen. Vielleicht schaffe ich es ab und an, mal ein wenig zu beschreiben, was passierte und warum das, was passiert, genau richtig scheint.

Vertrag und Shop

Geschrieben von Thomas Reineking

Nun mal etwas detailiierter:

Meine Berufsbezeichnung war "selbstständiger Kaufmann auf gepachteten Tankstellen". In der Vergangenheit war die "Selbstständigkeit" schon ab und an fragwürdig, wurde vom Vertragspartner doch sehr genau ausgesteuert, wieviel Gewinn realisierbar war.

Aber man ließ mich leben und ich hatte zumindest wenn es eng wurde, die Möglichkeit, Ware dort zu kaufen, wo sie preiswerter als bei meinem Vertragspartner (der ja auch mein Großhändler war) zu haben war.

Nach einigen bemerkenswerten Vorgängen Ende 2018/Anfang 2019 (damals stiegen z.B. die Einkaufspreise für Tabakprodukte ohne Ankündigung und verdeckt massiv an, versprochene Zahlungen blieben aus, die Gewinnplanung wurde nach unten angepaßt) machte ich davon Gebrauch und kaufte wesentliche Teile, insbesondere eben Tabak, bei einem lokalen Großhändler ein.

Am Ende des Jahres wurde mir bewußt, wieviel Geld ich insgesamt hatte liegenlassen. Enorme Summen über die Jahre. Aber man hatte mich ja auch leben lassen und kam, wenn auch immer wieder in letzter Sekunde und, Anfang 2020, erst nach massiven Interventionen (die, eigentlich lokal geplant, sich bald bundesweit ausdehnten), auch mit Zuschüßen daher, die den Gewinn wieder etwas erhöhten. 

Sicher nicht in einen Bereich, bei dem ein selbstständiger Kaufmann z.B. im LEH wohlwollend genickt hätte, aber immerhin.

Mit dem neuen Vertrag, der mir im Frühjar 2021 vorgelegt wurde, sollte damit Schluss sein. Mein Geschäftspartner reklamierte mit diesem Vertrag, dass es nun das Shopgeschäft übernehmen wollen würde und ich für die Shopumsätze noch eine Provision bekommen sollte. Dafür sollte die Auswahl der Produkte, die Platzierung, der Preis und die Menge nun komplett in seiner Verantwortung liegen.

Mir würde dann nur noch ein Geschäftszweig, die Wäschen, bleiben, in dem ich Preise und Erträge selber hätte planen und realisieren können. Damit hätte ich irgendwas zwischen 10 und 15 Prozent, je nach Lage des Betriebes, noch selber steuern können.

Alle weiteren Erträge, also Provisionen aus den beiden anderen, umsatzstarken Bereichen, sollten damit bei meinem Geschäftspartner und damit seinen Fähig- und Möglichkeiten unterliegen. Zusammen hätten diese Bereiche wohl maximal die Hälte der Kosten und meines Gewinnes erwirtschaften können.

Der notwendige Rest, eine Zahl im für mich persönlich höheren sechstelligen Bereich, wäre unterjährig als ratierlich gezahlter Zuschuss monatlich angewiesen worden. Ob, wann und unter welchen Umständen diese Zahl hätte angepaßt werden sollen, war im Vertrag für mich nicht erkennbar definiert.

Ohne an dieser Stelle in Details zu gehen, hier war für mich eine Grenze erreicht, die ich nicht überschreiten wollte. Was in der letzten Konsequenz zur Kündigung meiner Verträge durch meinen Geschäftspartner führte.

Ich wundere mich bis heute, warum so viele Kollegen glauben, dass dieses Vorhaben in ein für alle Beteiligten positives Ergebnis führen kann. Ohne den Beteiligten in der Systemzentrale zu nahe treten zu wollen: Da versuchen (vermutlich junge und hoffentlich engagierte) Menschen, womöglich frisch aus dem Studium kommend, Einzelhandel zu spielen, ohne jemals verantwortlich und über längere Zeit in einem Einzelhandelsgeschäft mit Mitarbeiterverantwortung überlebt zu haben.

Es hat seinen Grund, warum Kaufleute erst nach einer fundierten Ausbildung (sei es durch Lehre oder das Leben initiiert) und nach Jahren der Praxiserfahrung ein solches Geschäft erfolgreich betreiben können.

Die reine Theorie eines Studiums der Wirtschaftswissenschaften oder ähnlicher Zweige reicht dafür sicher nicht. Und diesen Menschen lege ich mein Schicksal in die Hände? Mit allem, was da an Verantwortung und Verpflichtung für mich persönlich daran hängt? Mit der Macht des großen mütterlichen Geldgebers im Rücken, der für sein eingesetzes Kapital eine, vorsichtig formuliert, anspruchsvolle Verzinsung fordert?

Von daher war und ist meine Entscheidung die Richtige. Bei allen wirtschaftlichen Unsicher- und Unwägbarkeiten. Jetzt bin ich in erster Linie für mich verantwortlich und das ist auch gut so.

Es ist übrigens so gut wie unmöglich, alle Verstrickungen innerhalb des Gesamtkonstuktes zu überblicken. Zu sehr verwoben sind die einzelnen Aspekte im vertraglichen und tätigem Bereich, als dass man dies in wenigen Sätzen einem Menschen erklären kann, der lediglich den Blick von aussen hat.

Vielleicht, und da verstehe ich die Hoffnung meiner Exkollegen ab und an, führt aber genau das irgendwann zur Lösung. Entweder, in dem das Vorhaben als gescheitert erklärt wird (mit welchen Folgen dann auch immer) oder in dem es funktioniert.

Wenn ich letzeres Glauben würde, würde ich aber auch glauben, dass das berühmte Kamel durch das Nadelöhr passt. Und für diese Analogie bin ich dann doch etwas zu alt!

Neue Ausrichtung

Geschrieben von Thomas Reineking

Was aber mache ich heute?

Zunächst gönne ich mir, nach 26 Jahren, eine längere Zeit der Ruhe. Der letzte wirkliche Urlaub war 2018, seit dem gab es immer etwas, was eine längere Erholungsphase unmöglich machte.

Natürlich wäre es möglich gewesen, klar. Aber ich bin nun mal so gestrickt, dass ich meine Mitarbeiter bei den großen Dingen, die seit 2018 passierten, in der vertrackten Situation, keine, zu wenige oder nicht ausreichend motivierbare neue Kollegen zu finden, nicht alleine lasse. Vermutlich eines meiner größeren Probleme, das sich in den letzen Jahren wohl verstärkt hat.

Ein neues Gewerbe ist angemeldet. Etwas völlig anderes, von dem ich glaube, dass es, wenn es denn funktioniert, drei wesentliche Punkte erfüllt:

  • In etwa zehn Jahren mit der Erwerbstätigkeit abzuschließen
  • Ein notwendiges Einkommen zum leben und überleben in dieser Zeit zu erreichen
  • und eine sinnstiftende Aufgabe ist

Ich werde also den Weg gehen, mich als Alltagsbegleiter und Lebenshelfer für Senioren zu engagieren und engagiert zu werden. Für mich eine tolle Geschichte, deren Ziel ich in wenigen Worten zusammenfassen kann:

Ich möchte dabei helfen, ältere Menschen so lange wie möglich dort leben zu lassen, wo sie zu Hause sind!

Auf meinem Auto finden sich seit einiger Zeit die Worte "Ich bin Ihr Haushälter, Begleiter, Sekretär und Freizeitpartner". Und genau so wünsche ich es mir tatsächlich: Meine Kentnisse einbringen, neues lernen, die Fähigkeit des "zuhören können" so einbringen, dass alle Beteiligten zufrieden sind.

Nebenbei nutze ich diese Punkte und meine praktische Erfahrung der letzten vierzig Jahre und biete Unternehmern und Selbstständigen, die Hilfe brauchen, diese in Form von Beratung an. Manchmal reicht schon der Blick von außen auf eine Situation, um die eigene Betrachtung zu ändern, aktiv zu werden und sein Schicksal (wieder) in die eigenen Hände zu nehmen.

Was dann, weitläufiger ausgelegt, für beide Bereiche, Senioren wie Selbstständige, gelten könnte.

Ich werde berichten, was sich entwickelt!

Miele Waschmaschine

Geschrieben von Thomas Reineking

Nachdem mein Hobbykeller mittlerweile recht gut ausgestattet ist, habe ich mich an ein erstes "Altgeräterettungsprogramm" gemacht. Zum einen wollte ich die Maschine nicht wegwerfen, zum anderen macht es mir unglaublich Spass, zumindest den Versuch zu wagen, so etwas wieder zum Laufen zu bekommen. Dies ist also ein erster Versuch:

Miele Holzbottichwaschmaschine Typ 55 mit Wringer J11

Das Baujahr ist zwischen 1945 und 1961 (laut Miele). Die Maschine ist seit 1998 in meinem Besitz und war offenbar schon Jahre vorher nicht mehr in Betrieb.

Mitte 2021 hab ich angefangen, sie zu zerlegen und zu restaurieren. Ziel war es, die Maschine in einen funktionalen Zustand zu bringen, es ging nicht darum, sie so neu wie möglich ausschauen zu lassen.

Der Zustand zu Beginn: Motor lief nicht, das Getriebe für das Drehkreuz und die Mangel lief nicht flüssig. Der Antrieb für die Mangel hing fest, ebenso die Mangel selber und die Umschaltung der Drehrichtung.

Der Holzbottich hat durch die lange Trocknung gelitten und ist (mit meinen Mitteln) nicht mehr dicht zu bekommen. Die Stahlreifen bedürfen noch einer fachgerechten Nacharbeit, in der Kunst der Fassherstellung und -bearbeitung bin ich aber sowohl wenig bewandert als auch leidlich untalentiert.

Aber grundsätzlich funktioniert die Maschine heute wieder. Einen stundenlangen Lauf würde ich dem Motor nicht mehr zumuten wollen, er hat, auch nach der Teilfusion mit einem Spendermotor, seine beste Zeit hinter sich.

Aber nachdem ich die Halbstern- oder Steinmetzschaltung einigermassen verstanden und die richtige Anschlusskombination der Wicklungen gefunden habe, dreht er zumindest zufrieden vor sich hin, gibt keine Rauchzeichen und wird nicht mehr wirklich warm.

Mal schauen, was mit dem guten Stück passiert. Sollte jemand Interesse an dem guten Stück haben (Deko- oder Schaustück), einfach mal melden.

Leider gibt es keine Bilder vom ursprünglichen Zustand. Hab ich komplett verpennt. Aber optisch hat sich soviel nicht geändert (gut, der Dreck der Jahrzehnte ist jetzt weg), von daher ist es nicht so schlimm!

 


 

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